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Mittwoch, 23. August 2017

Laminat Ratgeber

Laminatböden sind robust und pflegeleicht. Da sie zu über 90 Prozent aus dem natürlichen Werkstoff Holz bestehen, sollte man dennoch einige Grundregeln bei der Verarbeitung und Pflege beachten.

Lagerung
Laminat sollte grundsätzlich in trockenen, beheizten Räumen (>18 Grad) ohne Zugluft gelagert werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte 75 Prozent nicht übersteigen. Die Laminatpaneele in ungeöffneter Verpackung mindestens 48 Stunden in dem Raum lagern, in dem verlegt werden soll. So gleicht sich das Produkt dem Raumklima an. Die Pakete frei in den Raum legen, nicht an die Wand lehnen.

Kontrolle
Vor der Verlegung das Laminat auf Schäden/Fehler untersuchen; nach Verarbeitung haftet der Hersteller nicht.

Untergrund
Laminat lässt sich auf nahezu alle Untergründe verlegen. Beachten Sie hierzu die Hinweise des Herstellers. Grundsätzlich muss der Untergrund trocken, eben und tragfähig sein. Unebenheiten dürfen nicht größer als 3 mm pro Meter sein. Kontrollieren Sie vor dem Beginn mit Richtlatte und Wasserwaage. Auch Risse oder Fehlstellen im Unterboden müssen ausgeglichen werden. Laminat kann auch auf Heizestriche aufgelegt werden. Hierbei sind die Hinweise des Herstellers zu beachten. Ratsam ist es, ein Aufheizprotokoll einzusehen. Bei Neubauten ist die besondere Klimasituation zu beachten. Auf eine Feuchtigkeitsprüfung sollte man daher nicht verzichten. Unentbehrlich ist eine Unterlage zur Trittschalldämmung. Bei manchen Herstellern wird diese bereits auf die Unterseite der Paneele aufgebracht. Je nach Untergrund ist auch eine Folie als Dampfsperre erforderlich. 

Materialbedarf
Die Laminatmenge, die Sie brauchen, errechnet sich aus der Raumfläche, dem Verschnitt und einer Reserve, um beschädigte Paneele zu ersetzen. Für den Verschnitt setzen Sie 10-15 Prozent der Grundfläche an, als Reserve ca. 5 Prozent. Wollen Sie in absehbarer Zeit weitere Räume auslegen, empfiehlt es sich, die hierfür benötigte Menge des entsprechenden Dekors gleich mit einzukaufen. Viele Hersteller überarbeiten jedes Jahr ihr Sortiment.

Werkzeug
Für die leimlosen Klicksysteme benötigt man Hammer und Schlagholz, zudem Richtlatte und Wasserwaage, um den Untergrund zu prüfen. Bei Verleimung des Laminats sollten Sie außerdem Spanngurte und Zugeisen bereithalten. Für Aussparungen benötigen Sie eine Säge. Häufig stellen Händler das Werkzeug (gegen Gebühr) zur Verfügung.

Schwimmende Verlegung
Laminat wird im Regelfall "schwimmend" verlegt, d.h. die Paneele werden miteinander verbunden (Leim oder Klicksysteme), nicht jedoch mit dem Unterboden verklebt oder anderweitig fixiert.

Randfugen
Holz als Naturprodukt "arbeitet" in Abhängigkeit zum Raumklima. Damit genügend Bewegungsraum bleibt, sollten Randfugen von 8-12 mm Breite zu Wänden, Türen, Pfeilern usw. ausgebildet werden, damit der Bodenbelag später nicht anstößt.

Nach der Verlegung
Verleimtes Laminat sollte 24 Stunden ruhen, bevor der Boden einer Belastung ausgesetzt wird. Auch Sockelleisten (an der Wand befestigen) und Möbel sollten so lange warten. Reinigen Sie nun die Bodenfläche von Leimrückständen.

Reinigung und Pflege
Für die tägliche Pflege genügt eine Reinigung mit Besen oder Staubsauger. Straßenschmutz einfach mit einem feuchten Tuch aufwischen. Das Tuch zuvor gut auswringen, den Boden nicht unter Wasser setzen. Kleinere Oberflächenschäden lassen sich mit Reparaturharzen beheben. Ist ein ganzes Paneel beschädigt, kann man diese bei einem Klicksystem ersetzen.

 

 
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